ATEM

Der Atem ist immer bei uns. Doch ist er uns oft auch fremd. Einfach weil er so unbeachtet bleibt. Selbst in der Betrachtung des Atems kann er uns neu bleiben. Es gibt soviel zu entdecken, wenn wir ein- und ausatmen und wenn wir innehalten - oder noch viel besser, wenn wir diesen Prozess nicht manipulieren und verändern, sondern ihn einfach geschehen lassen, so als würden wir geatmet und wir nicht diejenigen sein, die atmen. 

 


Ein-Atem

... dieser Moment nach der Stille in der sich der Impuls für eine Einatmung regt. Die sachte Ankündigung unseres Körpers sich für die Fülle des Lebens zu öffnen. 
... dieser Moment in dem der Impuls und die Ankündigung zu einem Anfang wird und die Luft beginnt einzuströmen.
... dieser Moment in dem sich die Nasenlöcher dehnen als wollten sie die ganze Welt aufnehmen.
... dieser Moment in dem die Luft durch den Halsraum strömt und die Lungenflügel sich Richtung Schulterblatt, Schlüsselbein und Brustbein dehnen. 
... dieser Moment in dem die Lungenspitzen sich Richtung Bauchraum schieben, als wollten sie den Brustkorb ganz für sich und das Herz einnehmen. 
.... dieser Moment in dem sich der Beckenboden aktiviert um die Organe des Bauchraums aufzufangen als gebe er Ihnen eine Hängematte in der sie ruhen können. 
... dieser Moment der Fülle in der das Zwerchfell zu einer deutlichen Verbindung alles Leben im Rumpf wird. 
Soviele Augenblicke eines Einatemzugs gibt es zu entdecken. ... darüber hinaus noch viel mehr. 

*blessed by breath* 

heute habe ich mehr Klarheit über diese Worte, obwohl vieles Ungesagt blieb.